Das Buch zum Nachlesen:
TESLA - Master of Lightning
by Margaret Cheney & Robert Uth
ISBN 1-58663-187-X
Metro Books 2001
 

Al Bieleks unwahre Behauptungen über Wissenschaftler


Bieleks unglaubliche Geschichten über Tesla !

Seit seiner ersten Rede während der 1990er MUFON Konferenz in Texas hat Al Bielek immer wieder behauptet, daß Nikola Tesla eine führende Rolle bei der Vorbereitung des Philadelphia Experiments gespielt hat. Hier ein Auszug aus der MUFON Rede:

"Etwa um diese Zeit im Jahre '31 entschieden sich einige Leute dafür, daß es an der Zeit war, sich darum zu kümmern und sie fanden sich an der Universität von Chicago zusammen. Die drei Hauptakteure waren Dr. Nikola Tesla, Dr. John Hutchinson, der Dekan der Universität von Chicago und späterer Vorsitzender und ein gewissser Dr. Kirtenauer, ein östereichischer Physiker, der zum festen Lehrkörper der Universität von Chicago gehörte. Sie forschten ein bischen.... eine Machbarkeitsstudie, und sie erreichten noch nicht sehr viel zu dieser Zeit. Aber ein bischen später wurde das ganze Projekt zum Institut füt fortgeschrittene Studien in Princeton verlegt."

Etwas deutlicher ist diese zweite Beschreibung:

"Andere Leute wurden wichtig für dieses Projekt als die Zeit fortschritt. Ungefähr im Jahre 1934 wurde das Projekt zum Institut (für fortgeschrittene Studien) verlegt, und Dr. Tesla tritt auf den Plan. Tesla ist ein äußerst wichtiger Mann. Seine Geschichte ist wohlbekannt."

Bis hierhin scheint noch alles zu stimmen. Das Institut für fortgeschrittene Studien wurde im Jahre 1930 von Louis Bamberger und Caroline Bamberger Fuld gegründet, die Schule für Mathematik bekam 1932 ihren Vorsitz. Laut der Tesla Biographie von Margaret Cheney und Robert Uth war Nikola Tesla im Jahre 1934 schon 78 Jahre alt und zog in seine endgültige Bleibe, das Hotel New Yorker ein. Er ließ ein Schild an seiner Tür anbringen, auf dem folgendes stand: "Bitte stören Sie nicht den Bewohner dieses Zimmers." Am 11. Juli desselben Jahres, präsentierte er den Medien seinen berühmten Todes-Strahl. Es gibt keinen einzigen Hinweis, daß Nikola Tesla jemals für oder zumindest mit anderen Forschern des Institutes für fortgeschrittenen Studien gearbeit hat. Doch laut Bielek hat sich folgendes zugetragen:

  "Bring es zum laufen, hieß es. Es gab da eine Frist, das war der März des Jahres '42. Der entsprechende Test rückte näher, und er fühlte sich zunehmend unwohl bei der Sache. Schließlich entschied er sich, da die Frist nicht verlängert wurde und er keine Möglichkeit sah, den Versuchsaufbau zum laufen zu bringen, daß er die Geräte sabotieren mußte. Nicht, indem er sie zerstörte, abre so, daß er sicher sein konnte, das sie nicht funktionieren würden wenn sie eingeschaltet werden würden. Das war für ihn das Wichtigste, als er den Test im März '42 vorbereitete.
Das Kriegsschiff hatte keine spezielle Crew. Es war die normale Besatzung an Bord, wenn auch mit der zusätzlichen Ausrüstung. Als die Schalter betätigt wurden und nichts passierte, kam der Moment für Tesla. Er sagte: "Tja, Leute, das Experiment ist wohl ein Fehlschlag, und es wird Zeit für mich zu gehen. Es gibt da einen ausgezeichneten Mann, der hier übernehmen und die Sache zum laufen bringen kann. Und das ist Dr. John von Neumann. Auf Wiedersehen !".

 
Nikola Tesla
gegen Ende 1942
Sie werden schon bemerkt haben, daß Bielek behauptet, Nikola Tesla hätte im stolzen Alter von 84 Jahren an einem streng geheimen Regierungsprojekt mitgearbeitet, nachdem er schon für rund 15 jahre praktisch von der Bildfläche verschwunden gewesen war. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie er im Jahre 1943 ausgesehen hat, haben wir dieser Seite ein Foto hinzugefügt. Es zeigt Tesla nur ein paar Wochen vor seinem Tod am 4. Januar 1943. Es gibt eine ausgezeichnete Biographie über Nikola Tesla: Das Buch Tesla - Master of Lightning' von Margaret Cheney und Robert Uth zeigt Teslas Leben und Schaffen in allen Facetten von seinen frühen Anfängen bis zu seinem Tod. Dieses Buch beinhaltet ein Fülle an Fotos, die belegen, daß Tesla, von seinem genialen Verstand abgesehen, eigentlich ein seltsamer alter Kauz war, speziell in seinen letzten Lebensjahren. Mit Sicherheit war er weder körperlich noch geistig in der Lage, während seiner letzten Jahre noch ein derart komplexes Unternehmen zu begleiten, wie es das Philadelphia Experiment gewesen ist.

Cheneys Buch erzählt auch die Geschichte eines kleines Zwischenfalls, der sich im Herbst 1942 zugetragen hat, also zu der Zeit, als Tesla nach Bieleks Angaben an dem wichtigsten Forschungsprojekt neben der Entwicklung der Atombombe beteiligt gewesen sein soll:

"Im Herbst 1942 telefonierte Tesla mit den Büros der Botschaft der Jugoslawischen Exil-Regierung, die sich in der Fifth Avenue in New York befand. Kosanovic war zu der Zeit krank, und Charlotte Muzar, eine junge Sekretärin nahm das Gespräch an. Tesla sagte ihr, daß er dringend einen Betrag von etwa 50 US Dollar benötigte. Sie machte sich daraufhin sofort auf dem Weg zu seinem Hotel, klopfte an die Zimmertür und wurde hereingerufen. Sie erinnerte sich später:

"Als ich eintrat, wollte ich sofort alles sehen
weil da dieser großartige Mann lebte und ich die Gelegenheit erhielt,
endlich zu sehen, wie er so lebte. Er war im Bett,
saß aufrecht mit dem Blick zur Tür , mit einem Pyjama bekleidet. Er sah unglaublich zerbrechlich aus und ich war mir nicht sicher
ob er noch den nächsten Morgen erleben würde, so schwach und krank sah er aus."

Wie sollte jemand, der so beschrieben wird, an einem Experiment beteiligt gewesen sein, das neben einem glasklaren Verstand auch eine gute Gesundheit verlangte, weil Tesla mit Sicherheit auch zwischen den verschieden Orten der Vorbereitung pendeln und sich sehr wahrscheinlich zeitweise auch auf dem Testschiff aufhalten mußte (März 1942)?

Ist es nicht äußerst zweifelhaft, daß Tesla nur 6 Monate, bevor Chalotte Muzar ihn krank und alt in seinem Hotelzimmer gesehen hat, er noch eine führende Rolle in der Vorbereitung des Philadelphia Experiments gespielt haben soll?


Bielek über Dr. Kurtenauer

  Dr. Emil Kurtenauer, ein österreichischer Physiker, war ebenfalls angeblich an der Planung und Durchführung des Philadelphia Experiments beteiligt - so behauptete zumindest Al Bielek schon in seiner berühmten Rede anläßlich der MUFON Konferenz im Jahre 1990. Schon 5 Monate vorher, während seiens Auftritts bei der UFO-NEW AGE CONFERENCE in Phoenix, Arizona behauptete er, daß er die Mirglieder jenes Forscherteams kennen würde, die die Vorbereitungsphase des Philadelphia Experiments geleitet hatten. Nach Bieleks Angaben bestand das Team aus "John Hutchinson, Dekan der Universität von Chicago, dem brillianten Nicola Tesla und einer dritten Person, die schwer zu identifizieren gewesen ist. Ich habe seine Spur zurückverfolgt und stellte seine Identität als Dr. Emil Kurtenauer, einem Österreicher fest, der einen Doktortitel in Physik hatte." Bielek hat später diesen namen mehrfach abgeändert, so hieß dieser Mann auch Kirtenhauer, aber es soll sich um einen Österreicher gehandelt haben. Hier der entsprechende Ausschnitt aus seiner Rede anläßlich der UFO-New Age Conference:

"Actually, the Philadelphia Experiment, at least in its preliminary stages, probably began about 1932-'33 in the Chicago area. The popular scientific press of the day was very hot on the subject of invisibility. It was at that time that a small team of scientists got together and started to investigate the subject and its possibilities. The team included John Hutchinson, Dean of the University of Chicago; the brilliant Nicola Tesla, and a third man who has been very hard to identify. I finally tracked him down as Dr. Emil Kurtenauer, an Austrian, who had a Ph.D. in physics."

Eine zweite und wesentlich ältere Quelle für diesen geheimnisvollen 'Dr. Emil Kurtenauer' findet man in dem Buch "Thin Air" von Simpson & Burger. Diese Buch wurde schon im Januar 1978 von Dell Publishing Co. Inc. in New York herausgegeben,und erzählt die Geschichte der DE 166 USS Sturman. Diese Geschichte basiert ebenfalls ganz offensichtlich auf dem Inhalt der Allend-Briefe und handelt von dem Überlebenden eines Unsichtbarkeits-Experiments, daß im Zweiten Weltkrieg mit der USS Sturman durchgeführt wurde. Für alle, die sich für das Philadelphia Experiment interessieren, sei dieses Buch als Lektüre empfohlen, wenn auch die Geschichte nach Angaben der Autoren frei erfunden ist. Hier nun der relevante Teil aus der Bieleks Rede, die er bei der MUFON Conference 1990 gehalten hat:

„It actually had its genesis in 1931-1932, in a strange little windy city called Chicago, Illinois. At that time there had been, through the Twenties and early Thirties, a lot of speculation in the popular literature, meaning scientific popular literature like "Popular Science", "Popular Mechanics", "Science Illustrated", on the subjects of invisibility, trying to make an object disappear, or a person disappear, or even teleportation. I guess the people at that time in there writing thought that maybe we were close to it, in the terms of a scientific accomplishment, but there was a great deal of speculation, and very little if anything was ever done about it. About that time in '31, some people decided maybe it was about time to do something about it and they got together at the University of Chicago. The three principles involved were Dr. Nikola Tesla [see also this Tesla Page], Dr. John Hutchinson Sr. and dean of the University of Chicago, later chancellor, and a Dr. Kirtenauer, who was an Austrian physicist, who came from Austria and was on staff at the University of Chicago. They did a little research....a feasibility study type thing at that time, did not accomplish very much, at that particular moment, in that period. A little bit later, the entire project was moved to the Institute of Advanced Studies at Princeton."

Die Figur des österreichischen Forschers Dr. Kirtenauer (in späteren Interviews nennt Bielek ihn auch Kurtenauer) war genau das, was Bielek brauchte, um seiner Geschichte etwas mehr Dramatik zu verleihen. Es mußte natürlich noch einen geheimnisvollen, möglichst unbekannten Wissenschaftler geben, der neben den Größen wie Einstein, Tesla und von Neumann an dem Projekt mitwirkte. Um es mal klar zu sagen: Dieser 'Dr. Kirtenauer' ist ganz klar dem Buch von Simpson und Burger entsprungen. Bielek war ja auch nicht der einzige, der sich einen Namen aus diesem Buch 'geliehen' hat, auch William Moore lieh sich den Namen 'Dr. Rinehart' für den Wissenschaftler, den er als echten Mitwirkenden am Philadelphia Experiment interviewed hat.

Hier ist das Zitat aus dem Buch "Thin Air" (Seite 153), das von Kurtenauer handelt:

„It (project Thin Air) was initiated by a man named Emil Kurtnauer, whose roots in it extend back to 1933.“
„Emil Kurtnauer was an austrian physicist much influenced by Albert Einsteins’s theories of relativity. He was studying in Duesseldorf in October of 1933 when Einstein and Niels Bohr met in conference at Bruessels. Kurtnauer went there and pestered them until Einstein agreed to sit down with him for two whole days they discussed an application of Einstein’s unified field theory that Kurtnauer wanted to work on. Einstein took great pains trying to talk him out of it, nsisting that the theory, which he’d put forth in 1929, was desperately flawed and any applications of it could only compound the error. Kurtnauer insisted to the contrary: there was something to it and he intended to devote himself to this project. Einstein, sensing determination, encouraged him to send over his findings and he in turn would keep Kurtnauer advised of his own progress. So Kurtnauer happily went home.“
„... Kurtnauer, a jew, fled Germany in 1935, emigrating to America. He got in touch with Einstein, who helped him secure a teaching post at the University of Chicago.“

 
THIN AIR
von Simpson & Burger,
Dell Publishing Co.,
Inc. 1978, NY

Unser kleines Team von Ermittlern hat alle wichtigen Universitäten und Institute in Österreich angeschrieben, um etwas über diesen mysteriösen Kurtnauer / Kurtenauer herauszufinden, doch wie erwartet blieb die Suche völlig erfolglos. Er ist weder in Österreich bekannt, noch hat er 1933 in Düsseldorf studiert, wie es ja in 'Thin Air' beschrieben wird. Einige der Antworten, die wir auf unserer Anfragen erhieletn, könne sie hier nachlesen.

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